Zwei neue Maschinen und viele neue Projekte

Ich hatte im letzten Blogbeitrag versprochen nun etwas regelmäßiger über unseren Druckereialltag zu berichten. Aber wie das nun mal so ist, das Tagesgeschäft holt einen immer schneller ein, als man es für möglich hält. Auch, weil die letzten Tage recht ereignisreich waren. Neben einigen tollen Projekten, wie einer Broschüre mit Letterpresscover und Briefbogen mit Farbschnitt, wurden mittlerweile auch zwei neue Maschinen installiert.

 

Die eine ist ein Digitaldrucksystem, das statt mit der schwarzen Key-Farbe, mit weißem Toner ausgerüstet ist. Wir haben einige tolle Materialien im Lager liegen, die wir kaum verwenden konnten - einfach, weil sie zu dunkel gefärbt sind. Die einzige Möglichkeit waren bisher Blindprägungen und der Druck in Offset-Silber. In diesen Pantone-Farben sind reichlich Aluminium-Späne enthalten, die dafür sorgen, dass die Farbe opak gedruckt werden kann. Der Druck in Weiß war bisher jedoch nur im Siebdruck möglich. Bei diesem Verfahren kommt man jedoch schnell an die preisliche Schmerzgrenze. Der Hersteller spricht von bis zu 350g/qm, die mit dem System verarbeitet werden können. Aber auch voluminöses Papier und Grammaturen über diesen 350g/qm haben wir damit schon verarbeitet. Hier empfiehlt sich jedoch stets ein Test im Vorfeld. Dieses System ermöglicht ganz neue, kreative Ansätze, die wir wohl selbst noch lange nicht erfasst haben.

 

Beim zweiten Gerät handelt es sich um eine HSFF-Maschine (High Speed Foil Fusing). Klassische Heißfolienprägungen, also das Aufbringen einer Metallic-Folie mittels Hitze und Druck, waren vor allem bei kleinen und mittleren Auflage recht preisintesiv. Bei Hochzeitskarten oder auch kleinauflagigen Visitenkarten, hat das recht schnell den preislichen Rahmen gesprengt. Wie so oft, steckt ein großer Teil der Kosten im Werkzeug und in der Maschineneinrichtung. Nicht so bei diesem System, da hier werkzeuglos gearbeitet wird. Auch hier haben wir lange nach der passenden Lösung gesucht. Die ersten Aufträge sind mittlerweile gelaufen und mit etwas Erfahrung erzielt man fantastische Ergebnisse ab Auflage-1. Und spart noch richtig Geld.

 

Ich werde mich beiden Maschinen nochmals intensiv in einem separaten Blogbeitrag widmen, die Vorteile aufzeigen und auch Grenzen der Verfahren aufzeigen.

 

Bis dahin,

 

Ihr Thomas Karcher