80 Jahre Druckerei Butz + Bürker

Vor ziemlich genau 80 Jahren begannen Albin Butz und Karl Bürker in Karlsruhe-Bulach mit dem Betrieb einer Buchdruckerei. Zu diesem Zeitpunkt wurde mit den mehr oder weniger selben Tigeldruckpressen produziert, die wir heute noch für unsere Letterpresskarten einsetzen.

 

Ehrlich gesagt hatte ich schon fast einen Beitrag fertiggeschrieben, der sich mit der Geschichte unseres Unternehmens befasst. Falls das ernsthaft jemanden interessieren sollte, kann man das auf unserer Homepage nachlesen. Ich selbst habe währenddessen gemerkt, dass das wirklich Spannende doch viel mehr in der Zukunft liegt. Und dazu gibt es wahrlich genug zu erzählen.

 

Im Schnitt sprechen wir mit unseren Kunden ca. 45 Minuten vor Ort über schöne Letterpress Karten, tolle Materialien und die verschiedenen Veredelungsvarianten. Anschauungsmaterial gibt es genug in unserem Karlsruher Showroom, haben wir doch mehrere 10.000 Karten allein mit Tiefprägung, sprich im Buchdruck, hergestellt. Und trotzdem zucke ich innerlich zusammen, stellen die Interessierten die Frage nach meiner Visitenkarte. Denn wirklich sehenswerte Karten haben wir nur für unsere Hochzeitsmarke Canimento. Die Karten für B&B wurden dagegen schon immer recht stiefmütterlich behandelt. Da drucke ich mir doch selbst vor Kongresse und Messen in regelmäßigen Abständen kurzerhand nochmal im Digitaldruck. Definitiv kein Zustand.

 

Wir arbeiten derzeit intensiv an der Neuauflage unserer Corporate Identity und unserer eigenen Printmedien. Auch werden demnächst unsere Musterboxen zur Verfügung stehen, auf denen man die Prägequalität auf verschiedenen Materialien besser abschätzen kann. Letterpress, Farbschnitt, Offset in Schmuckfarben, sowie Heißfolien- und Hochprägungen werden hier mit von der Partie sein. Wir freuen uns schon tierisch darauf, das alles bald vorstellen zu können.

 

Doch auch technologisch gehen wir mit den neusten Entwicklungen. Während wir Letterpress auf 50 Jahre alten, fast schon historischen Maschinen in höchster Handwerkskunst drucken, eröffnen Digitale Heißfolien und Digitaler Weißdruck ganz neue kreative Räume. Das Plakat, das als Artikelbild dient, wurde kurzerhand mit diesen zwei Methoden und nur für diesen Blogbeitrag hergestellt. Allein der Prägestempel läge bei der klassischen Heißfolienprägung bei ca. 250 Euro. Von der Einrichte- und Produktionszeit mal gar nicht gesprochen. Vor allem im Bereich der Hochzeitskarten, kleinauflagigen Visitenkarten und personalisierten Medien, wird das noch ein großes Thema in der nächsten Zeit werden. Aber auch große Formate (bis zu 32cm x 90cm) sind so kostengünstig und vor Allem in Rekordzeit herzustellen. Im Siebdruck und mit Heißfolienprägung wäre das Irrsinn gewesen, dieses Plakat in Einzelauflage zu drucken.

 

Nach 80 Jahren Druckgeschichte muss man ganz klar sagen, dass keine Dekade so spannend war, wie die zurückliegende. Schnellere Märkte, geringere Druckvolumen und starker Preisdruck prägen diese Zeit. Und trotzdem gab es noch nie so viel Potential für beeindruckende Prints.

 

Bis bald

 

euer Thomas Karcher